Skipperin vermisst PDF Drucken E-Mail

Baltic Sprint Cup: Gestern ging die Seglerin auf der DHH-Yacht "Cross-Match" über Bord

(21.07.2009/af) Während der zweiten Etappe der Ostsee-Regatta von Rønne auf Bornholm nach Västervik passierte das Unglück während des Versuchs, ein verwickeltes Vorsegel zu bergen. Dabei ging die 54-jährige DHH-Skipperin Sabine Jüttner-Storp über Bord und konnte von ihrer Crew nicht geborgen werden.

   

Die genauen Umstände des Unglücks und ob die Seglerin bei dem Vorfall verletzt wurde, sind noch nicht bekannt. Es wurde aber sofort eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet, die von der dänischen SAR-Rettungsleitstelle koordiniert wird. Daran beteiligten sich nicht nur ein schwedischer Rettungshubschrauber und zwei Seenotrettungskreuzer, sondern auch 15 andere Regattateilnehmer. Bis zum Einbruch der Dunkelheit gestern war die Suche jedoch ergebnislos geblieben.  

Das zweite Teilstück der internationalen Regatta war am Montagmittag bei mäßigen bis frischen Westsüdwest-Winden gestartet worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten im Seegebiet nordöstlich von Bornholm moderate Bedingungen mit einer Wellenhöhe von einem halben bis einem Meter. Die gut zwölf Meter lange „DHH Cross-Match“ vom Bootstyp X-40
gehört zur Regatta-Gruppe des Deutschen Hochseesportverbands Hansa (DHH) aus Glücksburg. Sie war mit einer erfahrenen, sechsköpfigen Frauen-Crew
am Start, dem einzigen rein weiblichen Team im Rennen.

Der Notruf ging beim Maritime Rescue Sub Centre (MRSC) ein, einer Zweigstelle des gesamtdänischen Rettungskoordinationszentrums JRCC (Joint
Rescue Coordination Centre), die auf Bornholm stationiert ist. Der Unfall soll unter der Verquickung mehrerer unglücklicher Umstände beim Versuch passiert sein, ein verwickeltes Vorsegel zu bergen. Alle Bemühungen, die als besonders umsichtige und besonnene Skipperin bekannte Sabine
Jüttner-Storp schnell wieder zu finden, schlugen fehl. Die gebürtige Lübeckerin nahm zum zweiten Mal am Baltic Sprint Cup teil und überquerte bereits erfolgreich den Atlantik.

„Die gesamte Regattagemeinde ist schwer geschockt“, sagten Eventmanager Henning Rocholl aus Hamburg und Regattaleiter Alan Green aus London, der sich noch in der Nacht zu Dienstag auf den Weg zurück nach Bornholm machte. Die zweite der insgesamt fünf Etappen wurde abgebrochen.

Der Baltic Sprint Cup wird in diesem Jahr zum fünften Mal ausgetragen. Er wurde am vergangenen Sonnabend in Warnemünde gestartet und führt über insgesamt 930 Seemeilen durch die Ostsee.

 
 

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