| Jahrhundertsturm in der Adria |
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SeaHelp rettet Yachtbesatzung vor dem sicheren Tod Veröffentlicht von Ocean7 am 14.10.2009- 12:55:21
Die kroatische Küste wurde am Montag, dem 12.10.2009 von den schlimmsten Unwettern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen heimgesucht. Eine geradezu verheerende Bora fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h durch den Kanal von Senj. Im Bereich der Marina Punat wurden immerhin noch Windböen von bis zu 173,9 km/h, das sind 93,9 Knoten, gemessen. Bis in die Abendstunden des Montags hinein waren über 30 Yachten in Seenot geraten. Wegen der Starkwinde und der hohen Dünung mussten selbst die Boote der Kapetanerie und der Polizei im Hafen bleiben. SAR war pausenlos im Einsatz, um Personen von den havarierten Yachten zu bergen. Wellengang und Sturm verhinderten allerdings ein Festmachen an den Booten, sodass die Crew zunächst in Wasser springen musste, um dann geborgen zu werden. Ein Unterfangen, das in stockdunkler Nacht auf hoher See nicht ganz ungefährlich ist, da Abtreiben der Besatzungsmitglieder nicht auszuschließen war. Es hätte für sie unter diesen Umständen den sicheren Tod bedeutet. Eine Besatzung, zu der auch Kinder zählten, konnte sich in der Sturmnacht nicht dazu durchringen, ihr Schiff zu verlassen und ins Ungewisse zu springen. Die Profis von SAR brachen daraufhin verständlicherweise die Rettungsversuche ab, um sich anderen Hilfe suchenden zuzuwenden.
Da ist unschwer vorstellbar, wie groß die Erleichterung war, als eine erste Ortung möglich war und danach auch Funkkontakt wieder hergestellt werden konnte. Bis der mutige Retter aber den Hafen gegen 04.00 h morgens erreichte, galt es noch, bange Stunden zu überstehen.
Über weitere Schäden, die der Jahrhundertsturm in der Adria nach sich zog, kann man sich demnächst auf der Internetseite von www.sea-help.eu informieren. Selbstverständlich werden wird auch an dieser Stelle noch Einzelheiten zu der mutigen, selbstlosen Tat des SeaHelp-Einsatzleiters Stanko Kovacevic berichten. |







