Laura Dekker darf nun doch in See stechen PDF Drucken E-Mail

Quelle: Spiegel online

Die 14-Jährige Holländerin darf nun doch solo um die
Welt segeln.

Das Gericht hat Auflagen hinsichtlich Schulausbildung,
etc. verordnet und gestern letztendlich den
Widerstand gegen das Vorhaben aufgegeben.

Anmerkung des Verfassers: Insgesamt ist jedoch die
Frage erlaubt, was dieses Vorhaben bringen wird -
außer viel Geld für Laura bzw. deren Vertreter.

Wir wollen hoffen, dass ihr nichts passiert
und sie wohlbehalten zurück kommt.

Ich bin gespannt, wie lange dieser Rekord der jüngsten Weltumsegelung halten wird ...

 

Quelle: Welt Online (www.welt.de)

Die Chancen stehen gut, dass die 14-Jährige bald auf Solo-Weltumsegelung geht. Denn Laura Dekkers Mutter hat ihre Meinung geändert.

 

 

Foto: DPA

Dramatische Kursänderung in Hollands „Segelmädchen“-Saga: Die deutsche Mutter der 14-jährigen Möchtegern-Rekordlerin Laura Dekker unterstützt den gefährlichen Törn jetzt. Und sie beschimpft niederländische Behörden. Die würden auf „kriminelle“ Weise versuchen, ihre Tochter an dem Rekordversuch zu hindern, als jüngster Mensch solo um die Welt zu segeln. Gut eine Woche vor einem neuen Gerichtsurteil warf Lauras Mutter Babs Müller den zuständigen Behörden unter anderem vor, das Telefon und den Computer der jungen Seglerin „in der Hoffnung zu kontrollieren, dass sie etwas Verkehrtes sagen oder schreiben möge“.

Foto AFP/Laura Dekker versuchte schon einmal, ihre Reise zu realisieren: 2009 St. Martin

Die Anschuldigungen erhob die seit langem von Lauras Vater Dick Dekker geschiedene Mutter in einem offenen Brief, der von der Zeitung „Algemeen Dagblad“ veröffentlicht wurde. Früher hatte sich Babs Müller wiederholt klar gegen den riskanten Solo-Segeltörn ihrer Tochter ausgesprochen. Nach ausführlichen Gesprächen mit Laura habe sie nun ihre Meinung geändert, erklärte sie. „Laura ist schließlich nicht kriminell, sie will einfach nur segeln.“

Jugendamt als kriminelle Organisation

Hingegen seien Hollands Ämter für Jugendfürsorge und Kinderschutz „kriminelle Organisationen“. Sie würden Lügen in die Welt setzten, um ihre Aktionen zur Verhinderung der Weltumseglung zu rechtfertigen. „Es geht ihnen überhaupt nicht um Laura; das ist mir klar geworden.“ Die Behörden müssten ihren Widerstand aufgeben, denn sonst würden sie Laura „völlig kaputtmachen“, forderte die Mutter.

Foto DPA/DPA

Im vergangenen September hatte sie noch erklärt: „Wenn ich entscheiden könnte, würde ich Laura diesen Trip nicht machen lassen.“ Das war seinerzeit mit ausschlaggebend dafür, dass dem Vater das Erziehungsrecht teilweise entzogen und die Seglerin unter die Aufsicht der Jugendfürsorge gestellt wurde. Sie darf aber weiterhin bei ihrem Vater wohnen und mit ihrer Jacht üben.

Das inzwischen zuständige Amtsgericht in Middelburg (Provinz Zeeland) hatte sich am 17. Juni Urteilen anderer Gerichte weitgehend angeschlossen und die Aufsicht der Jugendschützer über das Mädchen verlängert. Vom kommenden Dienstag an soll der Fall erneut verhandelt werden. Mit einem Urteil wird am 27. Juli gerechnet. Nach der 180-Grad-Wende der Mutter scheinen sich Lauras Aussichten auf grünes Licht für einen baldigen Start verbessert zu haben.

Bei den am 20. Juli beginnenden Beratungen geht es vor Gericht zunächst darum, ob die Teenager-Seglerin und ihre Helfer tatsächlich alle Auflagen und Vorbedingungen für den Solo-Törn erfüllt haben. Unter anderem sollen ein detaillierter Routenplan für den auf zwei Jahre angelegten Segeltörn und die Notfallplanungen geprüft werden.

Foto AP

Am 11. Juni war die 16-jährige Amerikanerin Abby Sunderland beim Versuch eines Jugendrekords im Solo-Weltumsegeln gescheitert. Sie war zwischen Madagaskar und Australien in Seenot geraten und nach einer dramatischen und teuren Rettungsaktion schließlich von einem französischen Fischereischiff aufgenommen worden.

 

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