GSC 2021 und die Crew OÖ ...

Crew OÖ

Die Crew aus Oberösterreich hat sich beim GSC 2021 wacker geschlagen. Ganz wichtig aber: Wir haben viel gelernt, viel gelacht, viel erlebt, viel geplaudert und sind nach dieser Kennenlernwoche als Freunde von Bord gegangen!

Wir waren:

  • ein Profi => Gerhard,
  • ein Halbprofi (aus unserer Anfängersicht, mit schon 4 Regatten Erfahrung) => 'Trimm' Toni,
  • der Rest der Crew:
  • der Doktor (und Nestor eh.) => Rainer,
  • der Mechaniker (a Gstudierter)=> Klaus,
  • der grüne Umweltbeauftragte => Karl und
  • der Navigator und Zahlmeister = Rolf.

Dazu waren wir mit einem Alter von insgesamt 402 Jahren nicht die jüngste Crew, aber immer noch lernfähig.

Für uns alle schade, dass nur 3 Wettfahrten gefahren werden konnten (ein ‚Staberl‘ und 2 mal Navigation). Absagen kamen wegen zuviel und zuwenig Wind. Der Spruch des Starters wird uns in Erinnerung bleiben: Wir warten noch ein bisschen.

Wir hatten es ereignisreich: Trainingstag (Sonntag), wo wir versuchten, die Wenden halbwegs schnell zu schaffen.

Erster Wettfahrtstag. Gute Bora mit geschätzten 30kn (unser Windmesser / Logge gab leider keine genaueren Auskünfte): Startvorbereitung, dann Verschiebung (Wir warten noch ein bisschen…), leider keine Wettfahrt.

Nach ‚Wir warten… ‚ doch ein Start. Unser Profi führt die Crew zu einem guten Start, nach 3 Minuten zerreisst das Gross! Zurück in die Marina, Segel kommt (unter viel Kopfschütteln der Marinamannschaft) zum Segelmacher. Inzwischen endet auch dieser Tag für alle nach ‚Wir warten noch ein bisschen’ und einem weiteren Start mit Abbruch und damit ohne Wettfahrt.

2. Tag : Die bange Frage: Wird unser Segel fertig. Die GSC Boote verlassen die Marina, wir warten noch ein bisschen, aber auf unser Segel. Endlich sehen wir den Marinero mit dem Wagerl mit unserem Segel. Rauf mit der Wäsch´und Vollgas Richtung Start. Wir haben Glück und Runden die Startboje mit nur 2min Verspätung! Schliesslich gelingt ein 2. Platz und das Gross ist immer noch ganz!

Anschliessend Start zur Navigationswettfahrt nach Sibenik. Jetzt bemerken wir einen Riss in der Genua, den wir während der Wettfahrt insgesamt 3 Mal mit Tape reparieren müssen - die Segel haben wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Trotzdem können wir diese Wettfahrt wieder am 2. Patz im Ziel abschliessen. Dann aber lernen wir Anfänger, dass ein 2. Platz im Ziel noch lange kein 2.Platz in der Ergebnisliste ist. Die Begriffe Rating und Messbrief bekommen Bedeutung und wir finden uns am 4. Platz wieder.

Und dass wir an der Mole in Sibenik eine Mooring in die Schraube bekommen, wäre eine eigene Geschichte! Nur soviel: Unser Skipper erzielt mit dem Nachbarboot eine Einigung auf Halbe/Halbe für den Taucher.

3. Tag: Wenig bis kein Wind und wir machen im geplanten Startbereich erstmal einen Badestopp. Dann dampfen wir hinter dem Startschiff in Richtung Kremik und schaffen - 10-9-8 - hätte da nicht jemand laut herunterzählen sollen?- einen Start und eine schöne, kürzere Navigationswettfahrt bei moderaten bis schwachen Winden. Zieleinlauf Raumschots / Vorwind. Der letzte Haucher Wind schiebt uns mit ca 1.9kn Fahrt grad noch über die Ziellinie. Ergebnis: Im Ziel als zweite, aber siehe oben.

4. Tag. Auslaufen und hinter dem Startschiff motoren wir wieder in den Startbereich zwischen Kremik und Rogoznica. Den Bereich kennen wir nun schon sehr gut. Das Warten wird mit Baden verkürzt. Es hilft alles nichts, heute kein Start, wegen zu wenig und zu stark drehendem Wind. Macht nix, wir geniessen einige gemütliche Segelschläge.

Siegerehrung in der Marina Frappa, Congresszentrum, alle Crews und der Veranstalter und wir mit unserem 3. Platz sind zufrieden. Was will man mehr!

Freitag,  den letzten Tag auf ‚unserer‘ 'Makani' (Bavaria 46) gestalten wir abwechslungsreich, vom Anlegen zum Frühstück an der Mole Rogoznica, über Bojenmanöver, Badestopp und noch ein kleines Leichtwind Segelseminar. Und auch das Anstellen bei der Tankstelle in der Warteschlange bei viel Verkehr und etwas Seitenwind hat uns auf Trab gehalten.

Pünktlich 17:05 sind wir am Steg festgemacht und mit dem Checkout endet unsere GSC Woche.

Natürlich gab’s noch ein gemütliches Abendessen in Primosten und ein gute Heimreise.

Ich glaub, der Reiz von und der Respekt vor einer Regatta werden uns bleiben. Die nächste Regatta ruft.

Danke an die YCA - CREW OBERÖSTERREICH, der uns Oldies als "Regattanachwuchs" unterstützt hat!