Happy Birthday Gerhard - Erfolg für YCA Crew beim Linz Cup 2026

in Crew Salzburg

Unter dem Crewnamen „YCA 416“ hat eine Crew des Yacht Club Austria beim Linz Cup 2026 vom 15. – 18. Juni teilgenommen. Die 416 ist dabei die Summe der Lebensjahre aller sechs Crewmitglieder. Das Durchschnittsalter der Crew ist damit fast 70 Jahre.

Der Großteil der Crew segelte gemeinsam schon einige Jahre bei Regatten mit wechselndem Erfolg mit. Skipper Gerhard Hutsteiner hat sich für dieses Jahr – und zu seinem 75. Geburtstag – gewünscht, dass wir diesmal beim Linz Cup teilnehmen. Am liebsten war uns die Teilnahme in einer Einheitsklasse und so haben wir uns für eine „Bavaria Cruiser 41“ mit Gennaker entschieden. Da bei dieser Regatta auf dem Schiff geschlafen und gekocht wird wollten wir auch etwas Wohnkomfort genießen.

Die Regatta führte uns durch die Inselwelt vor Murter und wurde von Fa. Stelzl Yachtcharter auf das Beste betreut. Hervorzuheben ist hier insbesondere Julia Stelzl, die nicht nur als Organisatorin für einen perfekten Ablauf mit vielen Highlights sorgte sondern mit ihrer Damencrew auch eine Spitzenplazierung in der sportlichsten Klasse auf einer „First 36“ herausfahren konnte.

Der Sonntag 14. 6. stand uns als Trainingstag in der Umgebung von Murter zur Verfügung. Bei 16 kn Wind machten wir uns mit dem Schiff vertraut, markierten Klemmen und Holepunkte und übten Wenden und Halsen. Nach einer kurzen Mittagspause machten wir den Gennaker klar. Aber bereits die erste Halse ging gehörig daneben. Unter Deck arbeiteten wir fast eine Stunde daran, den Gennaker wieder zu entwirren. In der Zwischenzeit wurde es Zeit, den Hafen wieder anzulaufen um rechtzeitig zur Regattaeröffnung im „Restoran Nomad“ zu sein. Die Bewirtung war hervorragend, unsere Gedanken waren aber eher bei den bevorstehenden Wettfahrten. Wenigstens ein gelungenes Gennaker Manöver hätten wir am Trainingstag ja doch gerne gehabt.

Der erste Wettfahrtstag begrüßte uns mit einem leichten Maestrale und sollte uns zweimal entlang der Insel Vrgada und dann Richtung Zut führen. Gerhard ging als erster über die Startlinie und wir begannen den ersten Kreuzkurs. Erleichterung machte sich breit, als auch das erste Gennaker Manöver klappte, so wie alle darauf folgenden auch. Die vor uns gestarteten First 36 waren bereits am Horizont entschwunden, jedoch in unserer Klasse fanden wir uns am 2. Platz, den wir bis zum Schluß auch halten konnten. In Zut war „Open Pasarella“ angesagt. Dabei bewirten sich die Crew’s gegenseitig und man hat Gelegenheit die anderen Regattateilnehmer kennenzulernen.

Die zweite Wettfahrt fand am Dienstag im Gebiet zwischen Zut und Sali statt. Um das Feld nicht zu sehr auseinander zu ziehen entschied der Regattaleiter, die langsameren Klassen zuerst zu starten und die schnellen First 36 ganz am Schluß. Das hat sich sehr bewährt und wir konnten in einem sehr kompakten Feld segeln. In unserer Klasse hielten wir uns lange an der Spitze bis wir uns zu früh zum Bergen des Gennakers entschieden. Für einen 3. Platz hat es dennoch gereicht.

Um den guten Wind zu nutzen wurden 3. Wettfahrtstag gleich zwei kürzere Wettfahrten um die Insel Lavdara gefahren. Bei der ersten Wettfahrt waren wir am Start weit hinten und das Feld zog uns Richtung Dugi Otok davon. Dadurch konnten wir aber beobachten, dass nahe Dugi Otok der Wind schwächer wurde und entschieden nahe Lavdara aufzukreuzen. An der Nordspitze der Insel hatten wir das gesamte Feld überholt. Jetzt war aber unser Gennaker auf der falschen Seite angeschlagen. In Windeseile, inzwischen schon gut eingespielt, schlugen wir den Gennaker um und konnten diese Wettfahrt mit dem 2. Platz beenden. Auch bei der nächsten Wettfahrt erreichten wir den 2. Platz.

Den Abend hatten wir zu unserer freien Verfügung. Von meinen Törns mit dem Trailerboot kannte ich eine verschwiegene Ankerbucht in nur 4 sm Entfernung die in keinem Hafenführer verzeichnet ist. Dort genossen wir einen ruhigen Abend bei selbst gekochtem Erdäpfelgulasch und Semmelschmarrn. Das Wasser hatte inzwischen 24 Grad und es kam ein Gefühl wie bei einem perfekten Badetörn auf. Nach einer sternklaren Nacht die wir völlig ohne Lichtverschmutzung genießen konnten kehrten wir wieder zum Regattafeld nahe Sali zurück.

Die letzte Wettfahrt führte bei anfangs leichtem und später strammem Maestrale mit langen Gennaker Schlägen über die S-Spitze von Gangaro wieder Richtung Murter, von wo aus die Zielkreuz bis kurz vor Biograd gesegelt wurde. Inzwischen waren wir so gut eingespielt, dass uns auch 20 kn Wind bei den Gennaker Manövern nichts mehr anhaben konnten. Auch diese lange Wettfahrt konnten wir mit dem 2. Platz in unserer Klasse beenden.

Im Endergebnis hatten wir einen sicheren 2. Platz in unserer 9 Schiffe umfassenden Klasse ersegelt. Der erste Platz ging an die Crew von Martin Dobretsberger, die mit 5 ersten Plätzen keinen Zweifel an ihrer Kompetenz ließen. Am 3. Platz lag auch ein YCA Schiff mit Skipper Erich Kruiss. In der Gesamtwertung über alle Klassen belegten wir unter 31 Schiffen den immer noch guten 4. Platz.

Uns hat der Linz Cup große Freude gemacht und wir hoffen auf ein Wiedersehen in 2 Jahren.

 

 

 

Impressionen

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