Sauberes Segeln, saubere See(n)

Zwei Trophäensammlungen

Heute möchte ich mich einmal mit meinem Thema an Euch wenden, das mich seit längerem beschäftigt.

Wir haben zu Hause nämlich zwei maritime „Trophäen-Sammlungen“ und das obwohl wir keine Regattasegler sind und unsere Regale nicht mit Pokalen und Medaillen überquellen. Viel lieber sind wir auf diversen Charter-, Club- und Segeln Spezial-Törns unterwegs, wo wir auch mal die Seele baumeln lassen und das Seglerleben genießen.

Die eine Trophäenkollektion – das ist unsere „schöne“ Sammlung. Sie besteht aus den Flaggen der Länder und Regionen, in denen wir segeln waren – von Norwegen bis zur Karibik, von Venedig bis London. Dort hängt natürlich auch der große YCA Clubstander an prominenter Stelle.

Die andere Trophäensammlung besteht großteils aus Fotos. Denn die meisten Dinge, die in dieser Sammlung wären, sind nicht mehr benutzbar und wir haben sie an Land fachgerecht entsorgt. Aufgehoben haben wir bloß eine froschgrüne Luftmatratze, die wir ca. 7 Seemeilen vor der kroatischen Küste aus der Adria gefischt haben und eine Pool-Nudel, die wir während des Clubtörns 2024 vor der Küste Mallorcas gefunden hatten. Beide haben wir übrigens mit schönen Manövern erwischt und es erfordert ganz schön viel Geschick, eine Poolnudel mit dem Bootshaken zu bergen. Umso größer war die Freude, als es beim dritten Anlauf dann gelang. 

Dazu kamen dann im Laufe der Jahre noch unzählige Plastiksackerl, Flaschen, ein Schuh oder ein Plastikkorb, den wir im Oktober zwischen Seriphos und Milos aus der Ägäis gefischt haben. Und immer wieder die Reste von Party-Luftballonen, die mit Helium gefüllt, erstaunlich weite Strecken zurücklegen können.

 

Sauberes Segeln, saubere See(n)

 

Als Segler sind wir darin geübt, uns keinen Illusionen hinzugeben. Die Wahrheit ist, die Müllbelastung in unseren Meeren ist ein echtes Problem und als Segler tragen wir auch unseren Teil dazu bei. Aber: können wir da nicht entgegenhalten und unseren Kurs anpassen? Können wir nicht einfach ein Müllmanöver fahren, anstatt den ausrangierten Plastiksessel an uns vorbeitreiben zu lassen? Das hilft der Umwelt und trainiert unsere Manöver-skills. Können wir nicht versuchen, selber weniger Müll zu verursachen? Vielleicht können wir ja wiederbefüllbare Kanister verwenden, anstatt frisch gekaufter Plastikflaschen? Eventuell schaffen wir es auch durch andere kleine Tricks die Belastung der Meere bei Ausübung unseres Hobbys zu reduzieren, da wäre doch z.B. bio-logisch abbaubare Spülmittel, riff-freundlicher Sonnenschutz, oder beim Ankern auf die Seegraswiesen aufpassen, oder….

Darüber lohnt es sich nachzudenken, denn als Segler haben wir auch eine Verantwortung, für das Medium, in dem wir uns bewegen. Nicht zuletzt wollen wir ja auch schöne und saubere Buchten genießen und beim Fischen nicht einen Plastiksack als daily catch an der Angel hängen haben, sondern einen gesunden Dorsch oder Seelachs.

Was ist Deine Meinung dazu? Hast Du Ideen, was man machen könnte und was sich im Bordalltag bewährt hat? Von einer Sammlung praktischer und praktikabler Ideen würden wir alle profitieren – wir und das Wasser, in dem wir uns fortbewegen. Schreib uns doch unter umwelt))This is for s-p-a-m-protection, please remove!((@))This is for s-p-a-m-protection, please remove!((yca.at, denn Fortschritte gelingen uns nur gemeinsam.

 

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